Selbstständigkeit

Selbstständig = Selbst und ständig. Oder?

Während ich nach einem Mittagsschlaf mit halb schlechtem Gewissen (weil ich ja noch was tun wollte..) noch auf meinem Sofa abhänge, fällt mir ein Artikel in der Huffington Post in die Hände. Und irgendwie fühle ich mich ertappt… Worum es darin ging?

 

Ums Beschäftigtsein. Genauer gesagt um ein gesellschaftliches Phänomen der heutigen Zeit: wir lassen uns „vom Zustand des Vielbeschäftigtseins so sehr beeindrucken (…), dass wir ihn um jeden Preis (…) zu erreichen versuchen.“

 

Wo es früher ein Zeichen von Reichtum und Privilegiertheit war, (Frei-)Zeit zu haben, sind heute Überstunden Kennzeichen eines hohen sozialen Status’. Und Burnout ist eine Diagnose für Gewinner.

 

Und was hat das nun genau mit mir zu tun? Mein Kernthema ist Resilienz – als ein Mittel, um eben Burnout zu verhindern. Da sollte ich vor solchen Gedanken doch gefeit sein. Oder?

 

Gerade als Selbstständige stelle ich immer wieder fest, dass meine Erwartungshaltung an mich selbst es ist, viel zu tun zu haben. “Selbst und ständig” eben.

 

Aber ist das schlau?

 

Und, viel wichtiger: geht das auch anders?

 

Die Antwort ist einfach: ja, es geht auch anders. Nicht immer, vor allem nicht, wenn man etwas erreichen und auch persönlich weiterkommen will.

 

Aber zwischendurch bewusst zurückzuschrauben und zu sagen “heute wird nicht gearbeitet” ist unerlässlich, um Kraft zu tanken.

 

Und: mit Verstand arbeiten! Was muss ich selber machen, was kann ich delegieren oder automatisieren? Was muss überhaupt gemacht werden?

 

Aber die Erwartungshaltung an sich selbst ist ja eine Sache – welche Erwartungshaltung haben andere an mich? Und wie kann ich mich frei machen davon, und es so machen, wie ich es für richtig halte?

 

Da hilft nur: üben. Reflektieren. Es falsch machen. Es merken. Wieder reflektieren. Und üben, üben, üben J

 

In dem Sinne stehe ich mal auf und tu was. Nicht, weil ich muss – sondern weil das Schreiben mir Lust gemacht hat, jetzt wieder aktiv zu werden.

 

Aber: morgen ist Sonntag. Und Sunday is Funday!

 

Ich wünsche dir einen wundertollen Tag!

 

Eine tolle Inspiration dafür, “anders” zu arbeiten, ist das Buch von Tim Chimoy “Handbuch für ortsunabhängiges Arbeiten”. Hier ist mein Video dazu.

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