Ich bin die Neue – ich komme jetzt öfter! Oder: Katjas Geschichte

Während ich dies schreibe, sitze ich mit einem kühlen Glas Weißwein auf unserem Balkon. Ich genieße den lauen Sommerabend, hoffe darauf, dass mein Zweitgeborener heute endlich mal wieder gut einschläft – und freu mich wie ein Schnitzel.

Dies ist nämlich mein allererster Blogartikel. Mein allererster eigener Blogartikel in meinem allerersten eigenen Blog auf meiner allerersten eigenen Website. Ist das etwa kein Grund zur Freude?

Meine Geschichte beginnt vor etwas mehr als 2 Jahren, während der Elternzeit mit meinem zweiten Kind. Der Plan, beim Zweitgeborenen zumindest 2 Jahre Elternzeit zu nehmen, geriet ins Wanken, als mein langjähriger Arbeitgeber plötzlich von Umstrukturierungen sprach und Abfindungsangebote machte. Ich fühlte mich zunächst überhaupt nicht angesprochen, da ich mir nach fast 20 Jahren Zugehörigkeit zu einer Firma, in der ich mich (fast) immer wohl gefühlt hatte, und die fast so etwas wie meine Familie geworden war, und zwei noch ziemlich kleinen Kindern überhaupt nicht vorstellen konnte, mich auf den Arbeitsmarkt zu begeben.

Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr sah ich jedoch meine Chance. Die Chance, mich mit 40 Jahren noch einmal komplett neu zu erfinden. Dinge tun, auf die ich immer schon Bock hatte. Der Welt zeigen, was ich alles drauf habe. Wie cool ist das denn!?

Also unterschrieb ich, ohne einen Plan, was es denn genau war, worauf ich schon immer Bock hatte. Oder was ich alles drauf hatte. Der einzige Plan, den wir gefasst hatten, war der, noch ein weiteres Jahr bei den Kindern zu bleiben, und in dieser Zeit mit Hilfe von Orientierungsberatung zu erkunden, wohin mein zukünftiger beruflicher Weg mich führen sollte.

Wohin mich mein Weg führen sollte, wurde mir dann relativ schnell klar, und zwar, als ich in einem Seminar saß, und mal wieder (wie eigentlich in jedem Seminar in den vorangegangenen 15 Jahren) für mich dachte, „Boah, DAS will ich auch machen“. Also beschloss ich, genau das zu tun. Und tat es: Ich meldete mich für eine Trainerausbildung an. Gleichzeitig wurde mir klar, dass ich Menschen nicht einfach nur etwas beibringen, sondern sie dabei unterstützen wollte, ihre Flügel auszubreiten. So weit, so schwammig. Aber zumindest kannte ich die Richtung.

Das Jahr verging, und in der Trainerausbildung merkte ich immer mehr, dass ich auf dem richtigen Weg war. Einige herausragende Seminare später (hier seien besonders Alexander Hartmann und Tobias Beck erwähnt), fühle ich mich immer mehr genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, und das mit einer Sache, die ich liebe.

Seit einigen Monaten befinde ich mich im Gründungstaumel. Mein Business baue ich auf zwei Säulen auf: ich bin Trainerin mit den Schwerpunkten Resilienz, Kommunikation und Führung, und Beraterin in der beruflichen Neuorientierung. Zwei große Auftraggeber, die mir regelmäßige Klienten bescheren, habe ich bereits akquiriert. Meine Website ist online, mein Kopf ist voll mit Ideen für meinen Blog. Ich bin bereit, weiter durchzustarten.

Ich habe meine Firma Punktlandung getauft. Weil ich das Gefühl habe, dass ich mit meiner beruflichen Veränderung eine persönliche Punktlandung hingelegt habe. Und das ist auch mein Wunsch und mein Ziel für meine Kunden.

Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Aber sie ist ein wichtiger Teil davon. Und deshalb sollte man in ihr und mit ihr glücklich sein. Dazu möchte ich beitragen. Mit Blogbeiträgen, Buchempfehlungen, Videotutorials, 1:1-Beratungen und Seminaren. Und allem anderen, was mir noch so einfällt.

Ich hoffe, wir sehen uns.

Punktlandung. Mit Katja Michalek

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