absichtslose Zwischenräume

Letztens bin ich über einen interessanten Begriff gestolpert: Absichtsloser Zwischenraum.

 

Lass Dir das mal auf der Zunge zergehen.

 

………………….absichtslos………………………….

 

…………………Zwischenraum………………………..

 

Kann es das überhaupt geben in der heutigen Zeit? Kennen wir Absichtslosigkeit überhaupt? Etwas ohne Absicht tun, also ohne ein Ziel, einen Zweck, einen Nutzen vor Augen zu haben.

 

Ist nicht alles, was wir tun, mit einem bestimmten Zweck verbunden? Wir liegen auf dem Sofa, um zu entspannen. Wir gehen joggen, um in Form zu bleiben. Wir treffen uns mit Freunden, um Spaß zu haben. Wir essen Salat, um abzunehmen. Wir lesen unseren Kindern vor, damit sie etwas lernen und um eine Bindung mit ihnen zu haben – damit sie schlaue, glückliche Erwachsene werden.

 

Wann tun wir schon mal etwas ohne Zweck? Spazieren gehen, um spazieren zu gehen (und nicht, um zu entspannen). Essen, weil wir Spaß dran haben. Mit den Kindern spielen, weil das gerade angesagt ist.

 

Wenn wir etwas ohne Zweck tun, leben wir im jetzt.

Wenn wir einen Zweck verfolgen, leben wir in der Zukunft.

 

Aber die Zukunft gibt es gar nicht. Es gibt nur das JETZT. Jeden Tag neu.

 

Unser JETZT ist häufig sehr durchgetaktet. Arbeiten, Einkaufen, Sporteln, Haushalt, Hobby, Arzttermin. Da bleibt wenig Zeit für Zwischenräume. Für (Zeit-)Räume dazwischen. Und wenn wir mal einen Zwischenraum haben, weil ein Termin ausfällt oder uns die Bahn vor der Nase wegfährt, versuchen wir diesen effektiv zu nutzen. Mache ich genauso – einer meiner Coachees ist nicht erschienen, und die unverhoffte Pause nutze ich, um diesen Artikel zu schreiben.

 

Aber ist das gut? Oder gesund?

 

Vielleicht sollten wir einfach mal öfter ohne Absicht, so quasi „aus Versehen“ nichts machen. Löcher in die Luft starren. Oder so.

 

Ich glaube, das mach ich jetzt mal. So ganz aus Versehen. Ich hoffe, mir erwischt keiner dabei 😉

 

Lass es Dir gut gehen.

 

Deine Katja

 

P.S.: Möchtest Du mehr von mir lesen? Hier geht es zu meinem Artikel zum Thema „Resilienz und Job“. Schau mal rein 🙂

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